Bericht über die Veranstaltung der CHB Investment Holding GmbH
Lehmkuhlen, Schleswig-Holstein • 25. September 2026
Sicherheit ist heute mehr als Verteidigung. Sie umfasst auch die Fähigkeit von Staat, Kommunen, Unternehmen und Gesellschaft, unter anhaltendem Druck funktionsfähig zu bleiben. Genau dieser Zusammenhang stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Äußere Sicherheit und innere Resilienz“ der CHB Investment Holding GmbH am 25. September 2026 in Lehmkuhlen.
Die Veranstaltung fand statt unter der Leitung von Carl Heinrich Bruhn, Founder und CEO der CHB Unternehmensgruppe, und brachte Experten aus Wirtschaft und Sicherheitspolitik mit Vertretern der kommunalen Ebene sowie aus Innenverwaltung, Kreis und Polizei zusammen. Im Mittelpunkt stand eine nüchterne Frage: Welche Risiken verändern sich – und was braucht es, damit Deutschland auch bei länger anhaltenden Störungen handlungsfähig bleibt?
Zwei Perspektiven auf eine gemeinsame Herausforderung
Flottillenadmiral a. D. Hans-Jörg Detlefsen brachte seine langjährige sicherheitspolitische und militärstrategische Erfahrung ein: Nach Führungsverwendungen bei den Marinefliegern und im NATO Maritime Command war er im Bundesministerium der Verteidigung und im Bundeskanzleramt tätig, zuletzt als Gruppenleiter für Verteidigungspolitik und den Bundessicherheitsrat. Damit verfügt er über einen unmittelbaren Einblick in die Entwicklung der deutschen Sicherheitslage, hybride Bedrohungen und die staatlichen Herausforderungen bei der Vorbereitung auf Krisen. Er ordnete die sicherheitspolitische Entwicklung in einen größeren strategischen Zusammenhang ein. Seine zentrale Botschaft: Hybride Konfrontation ist keine reine Zukunftsprognose mehr, sondern Teil der deutschen Realität. Sabotage, Cyberangriffe, Spionage, Desinformation und Angriffe auf kritische Infrastruktur müssen als dauerhaftes Risikoumfeld verstanden werden.

Dabei kommt es nicht nur auf das einzelne große Krisenereignis an. Auch viele kleinere oder mittlere Störungen können über längere Zeit Vertrauen, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und staatliche Handlungsfähigkeit schwächen. Deutschland müsse deshalb zugleich abschreckungs- und verteidigungsfähig sowie resilienter werden – mit robusten Strukturen bei Energie, Kommunikation, Logistik, Infrastruktur und staatlicher Handlungsfähigkeit.
„Jeder muss mitmachen – unabhängig von Weltanschauung oder Parteivorliebe. Entscheidend ist, dass wir uns als demokratische Gesellschaft unter den Regeln unserer Verfassung darüber einig sind, Deutschland als Staat und Gesellschaft zu erhalten.“
— Flottillenadmiral a. D. Detlefsen
Dr. Sigrid Nikutta brachte dabei eine besondere Perspektive ein: Als langjährige Führungspersönlichkeit der Deutschen Bahn AG, unter anderem als Vorstand Güterverkehr und Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG, sowie zuvor als Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), verbindet sie umfassende Erfahrung in der Führung großer, systemrelevanter Verkehrsunternehmen mit einem unmittelbaren Blick auf Logistik, Infrastruktur, Versorgungssicherheit und die Resilienz komplexer Systeme. Sie lenkte den Blick auf die praktische Seite von Resilienz am Beispiel des großflächigen Stromausfalls in der Hauptstadt Berlin in diesem Jahr. Krisenfestigkeit entscheidet sich nicht erst im Ausnahmezustand, sondern bereits im normalen Betrieb: durch klare Verantwortlichkeiten, ausreichende Redundanzen, belastbare Lieferketten und die Fähigkeit, bei Störungen auf alternative Lösungen umzuschalten. Resilienz wird damit zu einer Führungsaufgabe für Unternehmen und Organisationen.

Die Perspektive vor Ort: Staat, Kommune und Polizei
Besonders wertvoll war der direkte Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren Bürgerinnen und Bürger aus der Kommune, Bürgermeister, Dr. Ellen Schulte-Klausch aus dem Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, zuständig für Bevölkerungsschutzrecht und Ordnungsrecht, Dr, Yvonne-Maria Wiegner, Fachbereichsleiterin für Sicherheit, Ordnung, Bauen und Umwelt des Kreises Plön, sowie Michael Martins, Leiter des Polizeireviers Plön.
Die Vertreter der jeweiligen Ebenen schilderten ihre eigenen Perspektiven auf die aktuelle Lage, bereits bestehende Maßnahmen und die Bereiche, in denen weitere Vorsorge, Abstimmung und Übungen notwendig sind. Gerade das Zusammenspiel von Land, Kreis, Kommune und Polizei zeigte, dass Resilienz nicht allein durch zentrale Vorgaben entsteht, sondern durch klare Zuständigkeiten, funktionierende Kommunikationswege und eingeübte Zusammenarbeit.



Lebhafte Diskussionen und gemeinsamer Realitätscheck
Die Veranstaltung blieb nicht bei den Vorträgen. In den anschließenden Gesprächen wurde intensiv darüber diskutiert, welche kritischen Funktionen auch bei längeren Ausfällen aufrechterhalten werden müssen, wo Redundanzen erforderlich sind und wie Staat, Kommunen und Unternehmen ihre Ressourcen besser miteinander verbinden können. Dabei ging es ausdrücklich auch um die Frage, wie Vorsorge gestärkt werden kann, ohne in Alarmismus zu verfallen.
Fazit der CHB Investment Holding
Aus Sicht der CHB Investment Holding hat die Veranstaltung vor allem eines gezeigt: Resilienz beginnt mit realistischer Vorsorge und belastbaren Strukturen. Sie muss kontinuierlich weiterentwickelt, abgestimmt und praktisch erprobt werden.
Die Gespräche in Lehmkuhlen haben zugleich einen ermutigenden Eindruck hinterlassen. Die vertretenen Ebenen aus Schleswig-Holstein – von der Kommune über den Kreis und das Land bis zur Polizei – vermittelten den Eindruck, dass wichtige Strukturen und ein ausgeprägtes Bewusstsein für potenzielle Krisen bereits vorhanden sind. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen eine gemeinsame Aufgabe bleibt.
„Heute ist es uns gelungen, den Bogen von der globalen strategischen Sicherheitslage über die Resilienz einer Metropole wie Berlin bis zur konkreten Umsetzung in Schleswig-Holstein, den Landkreisen und Gemeinden zu schlagen. Dabei wurde deutlich: Wir haben bereits viel erreicht – entscheidend ist jetzt, diesen Weg gemeinsam konsequent weiterzugehen.“
— Carl Heinrich Bruhn, Founder & CEO, CHB Unternehmensgruppe


